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Radtour von Heilbronn nach Dingsolshausen, 154 Km

Über die Webseite „http://www.radroutenplaner-bw.de/ar-rrp-nvbw/de/alpregio.jsp#tab=WelcomeTab“ habe ich meine erste größere Route von Heilbronn nach Gerolzhofen/Dingolshausen geplant. Als Option hatte ich Radfahren gewählt, denn Rennrad ist gleich 30 Km länger und fast nur Straße und Mountainbiken wird einem bestimmt durch Straßen gelotst die gar keine sind. 154 Km über GPX-Track und GPS wurden 156 Km angezeigt, voraussichtlich 11h 39 wurde als Fahrzeit angegeben. Aus diesem Grund hab ich gleich mal 4 Liter Wasser mitgenommen und hatte zwei Seitentaschen vollgepackt, alles was Irgendwie nützlich sein könnte wurde eingepackt.

Bevor ich die Reise antrat gönnte ich mir ein leichtes aber nahrhaftes Frühstück. Zwei Eier und Brot mit Salatgurke, Radieschen und Essiggurken mit etwas Salz und Pfeffer und eine Tasse Kaffee.

9:40 Uhr für ich Los, da ich noch etwas in der Stadt erledigen musste so etwas um 10:00 Uhr war es dann soweit, ich konnte Richtung Neckarsulm Radeln. Das ich sogar noch einen Tag davor recht unsicher war, spürte ich gar nicht mehr. Ich Fuhr und Fuhr, es ging einen Berg hinauf, eine kurze Strecke war sogar so steil das ich vom Rad steigen musste und wer sein Rad liebt der schiebt.
Es war Mittlerweile 12:36 Uhr als ich oben am Berg angekommen war, ich dachte mir noch: „Zwei Stunden Fahrt, lange bis Lauda-Köngishofen kann es nicht mehr dauern.“, ich habe es eben gedacht. Voller Datentrang dachte ich mir, ich könnte dies ja mit meiner Camera Dokumentieren. Ich dachte das bis hier alles noch Okay ist und ahnte nicht das sich meine Reise ins unendliche verlängern könnte.

Noch kurz vor Neuenstadt am Kocher traf ich einen Weinbauer, da ich mir nicht sicher war Frage ich nach dem Weg. Er erklärte mir, das wenn ich diesen einen Weg durch den Wald nehmen würde der direkte weg sei, also entschloss ich mich durch den Wald zu fahren. Die Waldwege waren etwas verwirrend und wegen den Sturm der einige Tage davor hütete traf ich auf Hindernisse (entwurzelte Bäume, gesperrte Wege), die Strecke durch den Wald dauerte etwa eine Stunde. Wider auf einer Richtigen Straße zu sein war sehr schön, dann kam der schock. Vier Stunden unterwegs und sah ein Richtungsschild 16 Km Heilbronn, leider habe ich von diesem Schild aus lauter Panik kein Foto gemacht und bin weiter Richtung Neuenstadt.

Auf dem Kocher-Jagst Radweg (Hardhausen) bin ich bis nach Marlach durchgefahren und jetzt war ich gerade einmal 60 Km von Heilbronn entfernt, dabei dachte ich in meiner Planung das ich für 50 Km etwa Vier Stunden benötigen würde und ich war noch nicht einmal die Hälfte meiner Strecke in sieben Stunden gefahren. Aufgeben kam bei mir nicht in Frage.

Schnell eine Kleinigkeit zu mir genommen und meinen Körper ruhen lassen was wirklich eine kleine Erholung war.

Die Fahrt ging weiter bis nach Althausen wo ich am ende meiner Kräfte war und ich kam nur noch ganz langsam voran, nun galt mein Ziel wenigstens noch Bad Mergentheim zu erreichen, erst ab dort war ich mir zu 100% sicher, das es Zug fahren wird.

Es waren nur noch 8 Km und ich dachte ich werde diese nicht mehr schaffen, mit letzter Kraft kämpfte ich mich die Straße entlang, es ging einen leichten anstieg hoch. Dann kam plötzlich die Erlösung, wo es hoch geht muss es auch wieder abwärts gehen und genau diesen Punkt habe ich getroffen, gute 4 Km mit knappe 45 Km/h, das tat gut und ich war im Geschwindigkeitsrausch. Ich wusste nicht warum, aber ich fühlte ich wieder so Kräftig das ich sofort bis nach Bad Mergentheim fahren konnte und weiter hätte ich es auch nicht geschafft. Ich war froh und total fertig als ich am Bahnhof ankam, das war so gegen 20:00 Uhr, laut Plan hatte ich eine Stunde Zeit bis mein Zug kam. Es war eine schöne Erfahrung und mal etwas neues in meinem Alltag. Jedoch weiß ich, das ich diese strecke erst wieder mit ein neues Rad fahren werde. Mit mein 10 bis 15 Jahre altes Trekking Rad ist die Strecke zwar machbar aber doch etwas unbequem.

Bei meiner nächsten Planung werde ich schauen das ich den Berg über Erlenbach nach Neuenstadt übergehen kann, dann ist man nicht so sehr ausgepowert und spart auch 4 Stunden fahrt, obwohl sich die Aussicht gelohnt hat. Dies kann man jedoch tun wenn man eine kleine Tagestour fahren möchte.

Wochenende bei meiner Eltern verbracht ging es am Dienstag wieder nach Hause, aber diesmal mit dem Zug. Im Zug habe ich zufällig jemanden getroffen der von Öhringen nach Würzburg mit dem Rad gefahren ist, er hat schon einige Touren gefahren und fand meine Tour beachtlich, auch wenn ich diese nicht komplett fahren konnte. Es waren erstaunlich viele Radfahrer unterwegs die dann auch mit dem Zug heimgefahren sind. Am ende vom Video habe ich schnell den Zugwagon wo die Räder drin sind gefilmt.

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