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Portage Pflege für alle

Jeder Gentoo und Funtoo Benutzer wird es bestimmt kennen, egal ob ein Programm nur zum Test Installiert wurde oder die Keyword und USE Datei (kann auch ein Verzeichnis sein) bearbeitet wurde. Wenn das Programm nicht mehr Installiert ist liegen viele Leichen in diese Datei.

Verständlich das dort niemand Putzt da alles per Hand gemacht werden muss.

Dachte ich mir und habe mir hierfür kleine Helfer geschrieben, die diese Arbeit abnehmen. Anfangs gab es nur den „Portage Keyword Manager“, jetzt kam „Portage Useflag Manager“ hinzu.

Die Handhabung ist die selbe wie bei „portkeyman“ (Portage Keyword Manager) was nicht verwunderlich ist, denn dieser diente als Vorlage für „portuseman“ (Portage Use Manager).

Erstmalig habe ich meine genfoo-tools am 17.02.2013 veröffentlicht, das ich auch hier im Blog bekannt gegeben habe https://knasan.wordpress.com/2013/02/17/genfoo-tools-meine-portage-utils/

In diesem kleinen Video wird gezeigt wie einfach die Tools verwendet werden können und wie man zwischen File und Directory hin und her schalten kann, was Geschmackssache ist. Ich persönlich mag die Directory Variante.

Als erstes wird in das Verzeichnis /etc/portage gewechselt und gezeigt das die Datei package.use vorhanden ist und wie viele Einträge diese hat.

 root@turanga ~ # cd /etc/portage/
root@turanga portage # ls -l package.use
-rw——- 1 root root 3423 15. Aug 17:14 package.use
root@turanga portage # wc package.use
83 355 3423 package.use
root@turanga portage

Wie man hier sehen kann ist „package.use“ eine Datei und hat 83 Einträge.
Mit „portuseman“ kann man wesentlich zwei Operationen durchführen.

  • package.use aufräumen, also nicht Installierte Packete aus der Datei löschen.
  • package.use Datei nach Verzeichnis konvenieren oder anders herum.

Als erstes wird gezeigt wie man einfach nicht mehr Installierte packete aus portage putzt, hierfür muss „portuseman“ lediglich mit dem Parameter -d für delete aufgerufen werden. Aus Sicherheitsgründen werden diese Operationen nicht am System direkt gemacht sondern alles in /tmp gespeichert, übernehmen muss der Benutzer nach einer Kontrolle selbst.

root@turanga portage # portuseman -d
new packages.use is saved as File to: /tmp/package.use.new

Wie man hier schön erkennen kann wurde die neue package.use Datei nach /tmp/package.use.new gesichert. Möchte man diese Datei nach betrachten übernehmen so muss diese nach /etc/portage/ kopiert werden.

Vergleicht man nun die neue und alte Datei, wird man feststellen das alles was nicht Installiert war aus diese Datei gelöscht wurde.

root@turanga portage # mv /tmp/package.use.new ./package.use
root@turanga portage # wc package.use
69 273 2681 package.use

in meiner package.use waren also 14 Einträge die nicht mehr genutzt wurden.

Anfangs habe ich gesagt das ich die Directory Variante bevorzuge, deswegen werde ich jetzt erst einmal das eben vorhandene konvenieren, was man auch mit einem Schritt machen kann, nur zur Demonstration habe ich diesen schritt nicht gleich mit angegeben.

root@turanga portage # portuseman -o d -d
new package.use is saved as directory to: /tmp/package.use
root@turanga portage # mv package.use package.use.old

root@turanga portage # mv /tmp/package.use .          <- beachte den „punkt“
root@turanga portage # portuseman -o d -d
new package.use is saved as directory to: /tmp/package.use

root@turanga portage # mv package.use package.use.old
root@turanga portage # mv /tmp/package.use .          <- beachte den „punkt“
root@turanga portage # cd package.use/

root@turanga package.use # ls
app-accessibility app-office dev-lang gnome-base media-plugins net-fs sys-libs
app-admin app-portage dev-libs kde-base media-sound net-im virtual
app-arch app-text dev-qt mail-client media-video net-misc www-client
app-editors dev-db dev-util media-gfx net-analyzer net-proxy x11-terms
app-emulation dev-games games-sports media-libs net-dns sci-geosciences x11-wm

Nun sind im Verzeichnis „package.use“ Dateien mit Kategorien. Ich mag diese Variante da diese sehr übersichtlich ist und nicht einfach nur eine Datei zugemüllt wir.d. Sucht man ein bestimmtes Programm das man mit neuen USE-Flags emerge möchte, so schaut man einfach in die Kategorie-Datei rein. Aber wie gesagt das ist Geschmackssache und jeder muss dies für sich selbst entscheiden.

Portuseman ist ab sofort im genfoo-utils ebuild zu finden.

https://github.com/knasan/ebuilds/tree/master/app-portage/genfoo-tools

-Sandy

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Gentoo Linux support im Kernel

Eben wollte ich ein Gentoo Update einspielen und bemerkte das es schon wieder ein neuer Kernel Update gibt.
Erst gestern habe ich ein Kernel Update gemacht, was ich heute sah, erstaunte mich etwas, im Kernel gibt es jetzt Support für Gentoo Linux was wir systemd zu verdanken haben.

root@turanga ~ # eselect kernel set 2
root@turanga ~ # cd /usr/src/
root@turanga src # cp linux-3.10.6-gentoo/.config linux/
root@turanga src # cd linux
root@turanga linux # make oldconfig
HOSTCC scripts/basic/fixdep
HOSTCC scripts/kconfig/conf.o
SHIPPED scripts/kconfig/zconf.tab.c
SHIPPED scripts/kconfig/zconf.lex.c
SHIPPED scripts/kconfig/zconf.hash.c
HOSTCC scripts/kconfig/zconf.tab.o
HOSTLD scripts/kconfig/conf
scripts/kconfig/conf –oldconfig Kconfig
*
* Restart config…
*
*
* Gentoo Linux
*
Gentoo Linux support (GENTOO_LINUX) [Y/n] (NEW) y
Linux dynamic and persistent device naming (userspace devfs) support (GENTOO_LINUX_UDEV) [Y/n/?] (NEW) y
*
* Support for init systems, system and service managers
*
OpenRC, runit and other script based systems and managers (GENTOO_LINUX_INIT_SCRIPT) [Y/n/?] (NEW) y
systemd (GENTOO_LINUX_INIT_SYSTEMD) [N/y/?] (NEW)
#
# configuration written to .config
#
root@turanga linux #

Da ich Funtoo einsetzte und kein Gentoo kann ich momentan nicht auf systemd umsteigen, außer ich würde mir das aktuelle kmod ebuild besorgen, was bei Funtoo fehlt. Es sieht jedoch stark danach aus als würde man versuchen so weit und so lange es machbar ist, bei OpenRC zu bleiben. Ich bin gespannt ob wie lange das noch gut geht und ob am ende die Entwickler zusammenarbeiten oder jeder gegen jeden Programmiert.

Ob der und wie der Kernel Funktioniert weiß ich erst nach einem Neustart.

-Sandy

genfoo-tools, meine portage utils!

Ich hatte mal ein Script geschrieben das mir meine /etc/portage/package.keywords Datei in ein Verzeichnis Konvertierte. Es lag danach lange auf der Platte und schien in Vergessenheit zu geraten bis ich ein Beitrag auf gentooforum.de sah http://www.gentooforum.de/artikel/21118/packages-keywords-durchputzen-lassen-ist-das-m-glich.html?s=5bcd93f04f80b28ce377b28d287e352926658d62 .

Dort frage ein User nach, ob es denn möglich sei package.keywords zu putzen.
Ich wusste, da habe ich schon mal etwas geschrieben und schaute in meine Script Sammlung nach, „portkeyman“ (Portage Keyword Manger) gesucht und wieder gefunden.

Nun hatte ich zwei Möglichkeiten, das Script im Forum Posten und es erneut untergehen lassen oder doch lieber in Git verwalten. Ich beschloss mich, dieses Script auf mein Git zu legen, so das viele davon Profitieren können.

Nach kurzen Tests wurde mir klar, ich muss am Script noch etwas ändern. Ursprünglich war es eher als Hack gedacht um eine Lösung für mein damaliges Problem zu haben. Für eine Veröffentlichung war es noch nicht gut genug. So spendierte ich dieses Script eine kleine Hilfe und examples ein paar Fehlerkorrekturen und ab in Git.

Was mich noch störte, meine Kommentare die ich seit kurzem eingeführt habe wurden komplett Ignoriert. Also auch das noch schnell hinzugefügt.
Was auch lästig war, man musste immer angeben wo die packages.keywords liegt, deswegen habe gleich noch einen Default Path eingeführt. In der Regel liegt es ja immer unter /etc/portage/package.keywords als Datei oder Verzeichnis.

Hab das Script nun ein paar mal ausgeführt und es etwas einfacher, aber so dynamisch wie möglich umgeschrieben. Das Script erkennt nun ob man Root oder Normaler User ist und ändert den Logpath um nicht immer ein Logfile angeben zu müssen, was man aber natürlich noch kann.

Um es einfach unter Gentoo oder Funtoo Installieren zu können habe ich ein Ebuild „genfoo-tools“ geschrieben. Bevor ich jedoch noch mehr portage-utils Scripte Veröffentliche möchte ich portkeyman um ein paar weitere Funktionen erweitern. Hinzufügen und entfernen von Keywords um ein Beispiel zu nennen. Ich überlege auch, einen Parameter einzuführen der das nicht in /tmp speichert sondern die Änderungen sofort im System erledigt.

Ich merke schon dass das Script vieles Automatisieren könnte oder schon tut, was man lang händisch erledigt hat. Daher würde mir ein completion Script noch gefallen, habe bisher nur eines geschrieben und bin noch nicht ganz durchgestiegen wie das genau Funktioniert. Sobald das Script in einer Phase ist wo man sagen kann, es hat alles was man sich wünscht, werde ich mir completion noch einmal ansehen.

Wer mag, darf das Script gerne Testen und mir seine Ideen oder Kritik Schreiben, schließlich soll es unsere Arbeit erleichtern. Ich Antworte auf jeden Fall, auch wenn es mal etwas länger dauert. Also nicht ungeduldig werden 😉

Das Ebuild findet ihr hier: https://github.com/knasan/ebuilds/tree/master/app-portage/genfoo-tools
und das Script selbst hier: https://github.com/knasan/genfoo-tools

-Sandy

Nutze deinen RAM

Warum man Ram statt Festplatte verwendet liegt eigentlich auf der Hand.
Ram ist 1000% schneller als eine Festplatte, sogar eine SSD muss sich hier geschlagen geben. Deswegen wollte ich mir ansehen, ob und wie es Möglich ist, StuntRally im Ram zu Spielen.

Als erstes versuchte ich mich an einer chroot Umgebung, diese war mir am Schluss viel zu groß und wirklich sauber hatte es noch nicht funktioniert. Bis mir eine Idee kam.

Der Kernel hängt ein Virtuelles Dateisystem unter /dev/shm ein. Dieses Dateisystem ist nichts anderes als ein teil des Arbeitsspeichers.

Ich erstellt ein Verzeichnis new_home in /dev/shm also Normaler User. Kopierte .config/stuntrally, .local/share/games/stuntrally und .cache/stuntrally hinein.

In einem Terminal exportierte ich nun meine Home Variable

export HOME=/dev/shm/new_home

und startete das Spiel.

Mir ist sofort aufgefallen, dass das Game viel flüssiger läuft.

Aus diesem Grund habe ich einen wrapper geschrieben, der alle Daten von Suntrally nach /dev/shm/ Synchronisiert und beim beenden wieder nach sein Home.

Mein Ebuild habe ich ein neues USE-Flag spendiert das diesen Wrapper auf Wunsch Installiert.

Für alle die gerne diesen Wrapper verwenden möchten, aber kein Gentoo/Funtoo nutzen, hier das wrapper-script.

suntrally_wrapper

#!/bin/bash

#-------------------------------------------------------------------------------
# Author: Sandy Marko Knauer
# Email: knamarksan@gmail.com
# URL: https://knasan.wordpress.com/2013/02/09/nutze-deinen-ram/
# Description: StuntRally synchronizes files to StuntRally in memory to execute.
# Version: 0.0.1
# License: GNU GPL-v3
#-------------------------------------------------------------------------------

tmpfs=$(grep -c "/dev/shm" /proc/mounts)

new_home="/dev/shm/$USER"_new_home
old_home="$HOME"

if [ $tmpfs = "0" ]; then
echo "/tmp is not as a tmpfs filesystem"
exit
fi

stuntrally_cache=".cache/stuntrally/"
stuntrally_config=".config/stuntrally/"
stuntrally_local=".local/share/games/stuntrally/"

mkdir -p $new_home || exit
mkdir -p $new_home/$stuntrally_cache || exit
mkdir -p $new_home/$stuntrally_config || exit
mkdir -p $new_home/$stuntrally_local || exit

if [ -d $HOME/$stuntrally_cache ]; then
rsync -a --progress $HOME/$stuntrally_cache $new_home/$stuntrally_cache || exit
else
mkdir -p $HOME/$stuntrally_cache || exit
fi

if [ -d $HOME/$stuntrally_local ]; then
rsync -a --progress $HOME/$stuntrally_local $new_home/$stuntrally_local || exit
else
mkdir -p $HOME/$stuntrally_local || exit
fi

if [ -d $HOME/$stuntrally_config ]; then
rsync -a --progress $HOME/$stuntrally_config $new_home/$stuntrally_config || exit
else
mkdir -p $HOME/$stuntrally_config || exit
fi

export HOME=$new_home
/usr/bin/stuntrally

rsync -a $new_home/$stuntrally_local $old_home/$stuntrally_local --numeric-ids --progress --delete || ex>
rsync -a $new_home/$stuntrally_config $old_home/$stuntrally_config --numeric-ids --progress --delete || ex>
rsync -a $new_home/$stuntrally_cache $old_home/$stuntrally_cache --numeric-ids --progress --delete || ex>

rm -r $new_home

Hier nochmal ein direklink auf die Datei, da leider die Formatierung verloren geht. https://github.com/knasan/ebuilds/blob/master/games-sports/stuntrally/files/stuntrally_wrapper

StuntRally unterliegt der GNU/GPL-v3, deswegen habe ich mich auch für diese Lizenz entschieden.

-Sandy

Stuntrally Crash in Championship mode

Heute dachte ich mir ich teste Stuntrally Championship, eine Runde … Segmentation fault

Ups was ist das denn? Ein Bug in mein Ebuild?

Ich machte mich erstmal auf die Suche ob dieser Bug bekannt ist, ja ist er.
Im Forum von Stuntrally wurde ich fündig: http://forum.freegamedev.net/viewtopic.php?f=78&t=4089

Dies lies mich nicht los und wollte es genau wissen.
Beim Ebuild schreiben hatte ich festgestellt das Ogre nicht mit USE-Flag threads compiliert werden darf. Das Spiel lies sich nie starten deswegen hatte ich -threads für Ogre im Ebuild hart Maskiert.

Da dieser Bug etwas mit Multithreads zu tun hat, dachte ich mir es muss doch möglich sein Ogre mit threads nutzen zu können. Ich schaute mir die Ebuilds von Ogre und ein paar andere die in Abhängigkeit standen an. Nach kurzer Zeit stelle ich fest das sci-libs/fftw oft in Abhängigkeit stand und wenn threads gewählt ist mit dem USE-Flag mpi verlangt wurde.

Okay, erster test Ogre mit threads compiliert, Stuntrally crasht wie gewohnt.
Also fftw mit mpi USE-Flag compiliert, wow Stuntrally startete ohne zu murren, dachte mir gutes Zeichen.

Championship, eine Runde … Segmentation fault

Eine Runde Erholung zur belohnung dachte ich mir, dabei stellte ich fest dass das Game nicht mehr Ruckelt an stellen wo ich es eigentlich gewohnt war. Fast schon unheimlich, ich hatte mich so sehr an das Ruckeln gewöhnt das mir nun die Steuerung ohne Ruckeln etwas schwer gefallen ist.

Ich dachte immer, das dass Bild besser wurde als ich dev-cpp/asio hinzugefügt hatte, hier hatte ich mich getäuscht. Dieses Paket wurde von vdrift benötigt, aber nicht von Stuntrally.

Nochmal getestet, diesmal ohne dev-cpp/asio. Konnte keinen Unterschied feststellen, Stuntrally verwendet also dev-cpp/asio gar nicht. Zurück zu Championship, was ich heute ja unbedingt mal testen wollte. Wie im Forum Beschrieben stelle ich die Parameter der game.cfg in Section [ slim ] multi_tr = 1 auf 0.

Danach funktionierte Championship und das beste es läuft immer noch flüssig.

Wenn ihr also denkt das eure Grafikkarte das Game ohne Ruckeln packen sollte, dann versucht Stuntrally mal mit threads zu compiliern. Spassfaktor steigt wenn das Game nicht Ruckelt gewaltig in die höhe.

Das neue Ebuild liegt ab sofort auf meinem Github
https://github.com/knasan/ebuilds/tree/master/games-sports/stuntrally

Sandy

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